Review: Polar For The Masses – Silence

Bei Italien denke ich automatisch, und auch in exakt dieser Reihenfolge, an Urlaub, Mafia, Eis, Ferrari und Inter Mailand

Zugegeben habe ich, wenn es um gute Independent-Bands geht, bisher noch keine Italiener auf dem Akustikschirm gehabt. Mit Polar For The Masses ändert sich dies nun schlagartig und sogar ich habe verstanden, dass es dort ein musikalisches Leben neben der Toskana, De Niro und Stracciatella gibt.

Polar For The Masses

Silence heißt das dritte Studioalbum des Trios aus Vicenza, das dem Vorgänger und gleichzeitig inoffiziellen Indie-Album des Jahres in Italien nachfolgt. Die insgesamt acht neuen Lieder decken auch fast alle Facetten einer handelsüblichen Gib-mir-Zucker-Baby-Rockplatte ordentlich ab. Dem etwas verstörend-wirr wirkenden Opener Consequences folgt eine ohrwurmige 180 Grad Wendung, hin zum stampfend-potentiellen Hit Rust. Diese Taktung zieht sich auch wie ein roter Faden durch die kurzweiligen 30 Minuten. So wissen das alternativ-progrockige Sailing Away ebenso wie die Red Hot Chili Peppers meets Queens Of The Stone Age Nummer The Last Man und der punkrockige Albumcloser Guilty vollends zu überzeugen. Was lief nochmal dazwischen? Egal.

Diese halbe Stunde lohnt sich schon alleine wegen Rust und den anderen, erwähnten Höhepunkten. Dazwischen holt man sich halt ein Bier oder zwei. Beim nächsten Mal vielleicht etwas konstanter – dann schießt mir eventuell bei künftigen Italien-Tagträumen direkt hinter Eis auch schon diese Band durch die Synapsen. (VÖ 10.06.2011)

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